Nachhaltige Erden aus der Region










Nachhaltige Erden aus der Region - Grundlagen für Produktentwicklung und Zusammenarbeit in der Metropolregion Nordwest


Das Projekt wird gefördert von der Metropolregion Nordwest


Moore schützen-umweltbewusst gärtnern

Ob in Blumenkübeln auf der Terrasse, in Blumentöpfen auf der Fensterbank oder auf Beeten: Jede Pflanze braucht Erde zum Wachsen. Beginnt die Gartensaison, greifen viele Hobbygärtner auf die gewohnte Blumenerde aus dem Baumarkt zurück. Doch die Wenigsten wissen, dass die meisten Erden überwiegend aus Torf bestehen - dem Stoff, der aus den Mooren kommt.

Bereits seit 1981 erfolgt der Torfabbau in Deutschland streng nach den Vorgaben des Niedersächsischen Moorschutzprogramms und für die Torfgewinnung werden heute ausschließlich bereits entwässerte und degradierte Flächen genutzt. Dies sind sog. „Torflagerstätten" und keinesfalls intakte Moore. Diese Flächen werden nach dem Torfabbau renaturiert, sodass sich wieder moortypische Vegetation etabieren kann. Um den gesamten Torfbedarf decken zu können, wird jedoch ein großer Teil aus den baltischen und russischen Hochmochen importiert, wo nur ein kleiner Anteil der Moore unter Schutz gestellt ist.

Es nützt daher wenig, wenn sich am westlichen Torf-Konsumverhalten nichts ändert. Es liegt an uns den Torfverbrauch durch die Nutzung von torffreien Produkten zu mindern.

Im Rahmen dieses Pilotprojekts erarbeitet ein Netzwerk relevanter Unternehmen gemeinsam Grundlagen für eine nachhaltigere Erdenherstellung und entwickelt ein Produkt einer torffreien Blumenerde für die Region. Welches Know-how ist nötig? Welche Substrate sind erforderlich? Wie bringt man das alles zusammen, um am Ende ein nachhaltiges Produkt an den Verbraucher zu bringen? Wie können nachhaltige Erden besser vermarktet werden? Fragen wie diese beschäftigten die Teilnehmer während ihrer Treffen. Das Die projektbeteiligten Unternehmen treiben das Know-how und die Zusammenarbeit in Hinblick auf die Entwicklung von nachhaltigen Erden aus der Region voran. Das Projekt startete im Oktober 2017.